Unsere Argumente

Bevölkerungsentwicklung

Bayern und vor allem der Landkreis München sind und bleiben einer der attraktivsten Zuzugsgebiete Deutschlands. Die aktuelle Bertelsmann Studie zum Thema Bevölkerungsentwicklung belegt: Die Bevölkerung in München befindet sich im rasanten Wachstum. In den kommenden Jahren bis 2030 wächst die Bevölkerung im Münchner Landkreis insgesamt um 13,4 Prozent.

Von dieser raschen Entwicklung ist auch der Münchner Osten betroffen. Die Kommune Feldkirchen wird in den nächsten Jahren mit einem Bevölkerungszuwachs von 31,1 Prozent rechnen müssen.

Erhöhtes Fahrgastaufkommen

Mit diesen Zahlen vor Augen ist es leicht zu erkennen, dass ein erhöhtes Fahrgastaufkommen auf die öffentlichen Verkehrsmittel zukommt. Die ohnehin schon bedenkliche Situation an den Bahnhöfen im Münchner Osten kann mit einem viergleisigen Ausbau entschärft werden: Durch den Mischverkehr auf der Strecke ist eine Taktverdichtung nur mit diesem Ausbau möglich. Die Weiterentwicklung der Strecke und Anbindung der Messe entzerrt die Fahrpläne des öffentlichen Nah- sowie Güterverkehrs, da Ausweichgleise zusätzlich parallel genutzt werden können. Damit werden auch die Bahngleise entlastet.

Fazit

Die Landkreise München, Erding und Ebersberg erleben ein enormes Bevölkerungswachstum. Die S-Bahnhöfe sind schon heute an ihren Kapazitätsgrenzen. Ein vierspuriger Ausbau der Linie S2 macht eine Taktverdichtung und Expressbahnen möglich und sorgt so für eine Lösung der Mobilitäts- und Wohnungsherausforderung.

Taktungsproblem

Der Erdinger Ringschluss und die ABS 35 sind sinnvolle und dringend notwendige Baumaßnahme der bayerischen Infrastruktur. Dieser Ausbau bedeutet gleichzeitig ein erhöhtes Zugaufkommen auf diesen Trassen und vor allem auf den Gleisen der S2.

Durch den aktuellen Mischverkehr auf der Strecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben besteht bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein Taktungsproblem durch nur zwei Gleise. Durch den geplanten Ausbau nach Freilassing sowie den Erdinger Ringschluss werden diese beiden Trassen zusätzlich be- und vor allem überlastet. Möglicherweise sorgt auch der Nordzulauf des Brenner-Basis-Tunnels für einen weiteren Schienenmehrverkehr auf der S2.

Verhinderung der Überlastung

Diese Überlastung kann nur durch einen viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen München Ost und Markt Schwaben vermieden werden. Dem befürchteten Flaschenhals der Linie S2 wird durch einen zeitgleichen Ausbau der Strecke entgegen gewirkt.

Eine Anbindung der Messe München durch einen eigenen S-Bahnanschluss ist im Zuge dieser Baummaßnahmen nicht nur sinnvoll, sondern auch aus Kapazitätsgründen längst überfällig.

Fazit

Durch den Erdinger Ringschluss und dem Ausbau der Strecke nach Freilassing entsteht eine Überlastung der Strecke der S2. Dieser Flaschenhals kann nur durch einen viergleisigen Ausbau der Strecke in Richtung München Innenstadt verhindert werden.

Attraktivität von Nahverkehr

Überfüllte Bahnhöfe und S-Bahnen sowie eine lange Taktung des S-Bahnverkehrs schreckt viele potentielle Fahrgäste ab. Stattdessen greifen sie lieber zum eigenen Auto, um beispielsweise in die Innenstadt zu fahren. Mehr Autos auf den Straßen bedeuten auch mehr Umweltbelastung durch Abgase. Schon heute staut sich fast täglich der Verkehr auf der A94 in Richtung München.

Durch einen Ausbau der Strecke wird der öffentliche Nahverkehr dieser Region deutlich verbessert. Vierspurige Trassen ermöglichen eine Taktverdichtung des Verkehrs. Damit werden S-Bahnen und Bahnhöfe wieder leerer. Der öffentliche Nahverkehr erscheint als Verkehrsmittel deutlich attraktiver.

Mit dem Ausbau wird die konsequente Verlagerung des Verkehrs von den Straßen auf die Schienen gefördert. So ist dieses Projekt ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.

Fazit

Für mehr Umweltschutz muss der Verkehr konsequent von den Straßen auf die Schienen verlagert werden. Eine attraktive Gestaltung und verbesserter Service des öffentlichen Nahverkehrs spielt dabei eine tragende Rolle. Der Ausbau der S2 leistet einen wesentlichen Beitrag dazu.

Verantwortlichkeit für Maßnahmen

Der Ausbau der Lärmschutzmaßnahmen entlang der Gleise gelingt nur mit dem viergleisigen Ausbau der Strecke. Ohne diesen Ausbau liegt die Verantwortung bei den Kommunen. Für die Anrainergemeinden ist es jedoch finanziell unrealistisch, weitere Lärmschutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu leisten.

Wenn es zu einem Ausbau der S2 im Münchner Osten kommt, ist die DB verpflichtet, auch die Lärmschutzmaßnahmen nachhaltig und zeitgemäß auszubauen. Nur mit diesem Großprojekt können die Anwohner eine möglichst starke Entlastung erfahren.

Neben dem Ausbau der Lärmschutzmaßnahmen entlang der Strecke wird die Deutsche Bahn AG außerdem für eine Lärmreduzierung des Schienenverkehrs tätig. Dazu zählt auch die Lärmreduktion an den Fahrzeugen (u.a. Umrüstung auf Flüsterbremsen). Solche Maßnahmen werden jedoch nur im Zuge von Ausbauprojekten durchgeführt.

Fazit

Ein Ausbau der S2 zwischen München Ost und Markt Schwaben sorgt für einen nachhaltigen Lärmschutz entlang der gesamten Strecke. Denn nur mit dem Ausbau investiert die Deutsche Bahn AG umfassend in die Lärmschutzinfrastruktur sowie in die Umrüstung der Schienenfahrzeuge.

Wirtschaftsstandort München

Bayern und vor allem der Landkreis München ist ein attraktiver Standort für viele Zweige der Wirtschaft. Die Messe München spielt beim Thema Tourismus eine große Rolle. Allein im Jahr 2015 verzeichnete die Messe München einen Ansturm von 1,9 Millionen Besuchern. In einem bauma Jahr sind es ca. 2,4 Mio Besucher. Hinzu kommen Messedienstleister, Standbauer und Aussteller nicht nur aus der Region sondern aus aller Welt.

Tourismus

Für die Tourismusbranche in München, vor allem aus der direkten Umgebung der Messe, stellen diese Besucher eine wirtschaftliche Chance dar. Der regionale Tourismus wie beispielsweise Hotels, Restaurants oder Freizeitangebote erfährt durch eine optimierte Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel einen Aufschwung. Bevorzugt werden dabei eher Hotels, Pensionen oder ähnliches in der näheren Umgebung. Eine gute öffentliche Anbindung des Flughafens mit der Stadt sowie der direkten Umgebung wie Erding und eine attraktive Taktung der Züge zieht Besucher der Messe oder Flugreisende mit einem längeren Aufenthalt in die Umgebung. Eine gute Erreichbarkeit der umliegenden Orte sowie eine direkte Anbindung an den Flughafen München können damit zu einem wichtigen Entscheidungskriterium bezüglich touristischer Ausflüge werden.

Durch den Bahnausbau der Strecke München Ost – Markt Schwaben und den Erdinger Ringschluss präsentiert sich die Region als attraktive Tourismusstadt. Damit kann sich die Region im Tourismuswettbewerb behaupten und stärkt damit auch die regionale Wirtschaft.

Fazit

Sowohl die Messe München als auch der Flughafen München stellen einen wichtigen Faktor beim Thema Tourismus dar. Die umliegende, regionale Wirtschaft wird durch die zusätzlichen Touristen von Messe und Flughafen und die Messebesucher durch eine verbesserte Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel gestärkt.

Entwicklung des Münchner Umlands

Die Münchner Innenstadt ist über Jahrzehnte stärker ausgebaut worden. Bemühungen auch das Münchner Umland, vor allem den Nordosten, besser anzuschließen und auszubauen wurden bisher verhältnismäßig langsam vorangetrieben. Jegliche Bemühungen wie aus den Jahren 2006, 2007 und 2010 verliefen sich immer wieder im Sande. Projekte zum Ausbau der S2 wurden zurückgestellt.

Seit diesen Jahren hat sich das Stadtbild weiterentwickelt: Die Kommunen im Osten Münchens wachsen überdurchschnittlich. Ein Ausbau dieser Strecke ist zur Erschließung dieser Gebiete und zur Anbindung an das Stadtzentrum überfällig: Der viergleisige Ausbau zur Taktverdichtung, der Gleisschwenk zur Messe München und der Ringschluss von Erding zum Flughafen München werden den Anforderungen der demographischen Entwicklung gerecht.

Fazit

Ein Ausbau der Bahnstrecke München Ost – Markt Schwaben mit viergleisigen Trassen sowie einer eigenen Haltestelle bei der Messe München ist aufgrund von demographischen Entwicklungen der Stadt und vor allem des Münchner Ostens längst überfällig.

Transeuropäisches Güterverkehrsnetz

Über die Ausbaustrecke 38 wird ein wesentlicher Großteil der transeuropäischen Güterverkehrsmagistrale Paris – München – Wien – Budapest abgewickelt. Dazu zählt auch der Abschnitt zwischen München Ost und Markt Schwaben.

Steigende Anforderungen in Logistik und Wirtschaft erfordern eine belastbare Infrastruktur auf Straßen und Schienen. Der Güterverkehr ist davon gleichermaßen betroffen. Als Teil der transeuropäische Magistrale Paris – München – Wien – Budapest leistet der Schienenabschnitt zwischen München Ost und Markt Schwaben einen wesentlichen Beitrag.

Ein viergleisiger Ausbau der Strecke ist unumgänglich, um den Güterverkehr nachhaltig auf die wirtschaftlichen und logistischen Anforderungen in Zukunft vorzubereiten. Damit ist auch der Bund in der Pflicht, den viergleisigen Ausbau zu finanzieren.

Fazit

Der Streckenabschnitt zwischen München Ost und Markt Schwaben ist ein wesentlicher Bestandteil der transeuropäischen Güterverkehrsmagistrale Paris – München – Wien – Budapest. Steigende Ansprüche aus Wirtschaft und Logistik erfordern eine belastbare Infrastruktur auf Schienen und Straßen. Nur mit einem viergleisigen Ausbau kann der Mehrverkehr auch zukünftig einwandfrei abgewickelt werden.

Arbeitgeber der Region

Parallel zur ansteigenden Bevölkerung werden in den nächsten Jahren über 20.000 neue Arbeitsplätze im Münchner Osten entstehen. Diese Arbeitnehmer stellen potenzielle
S-Bahnfahrer dar, die es mit allen öffentlichen Verkehrsmittel zu befördern gilt.

Darüber hinaus stellt auch die Messe München einen großen Arbeitgeber der Umgebung dar. Laut Geschäftsbericht beschäftige die Messe München GmbH im Konzern in 2015 rund 900 Mitarbeiter. Diese Größenordnung steht in keiner Relation zur Anbindung des Arbeitgebers. Auch an dieser Stelle ist ein Ausbau der Strecke mit direktem Anschluss zum Arbeitsplatz sowie einer Taktverdichtung dringend notwendig.

Nicht nur die Messe München gilt als Arbeitgeber Münchens Bewohner: Das Münchner Umland verzeichnete ein Plus von 30 Prozent im Vergleich der Jahre 2003 und 2013 bei den Auspendlern von München. Der Ausbau der Strecke der Linie S2 dient damit auch den Bürgern der Stadt, die im Umland arbeiten.

Fazit

Parallel zum demographischen Wandel entwickelt sich der Münchner Osten auch wirtschaftlich weiter: Es werden über 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Diese Arbeitnehmer nutzen ebenso den öffentlichen Nahverkehr. Unternehmen im Münchner Osten geben dem Projekt weiter Aufwind.

Erschließung von Wohngebieten

Mit dem wirtschaftlichen Wachstum der Messe München ist auch die Region um die Messe mitgewachsen: Zahlreiche Wohngebiete sind erschlossen und bewohnt.

Die öffentliche Anbindung dieser Region durch den MVV ist aber nicht kongruent damit gewachsen. Noch immer ist die Messe München nur durch den Ostast der U2 zu erreichen. Damit verbunden ist häufig auch mehrmaliges Umsteigen, wie beispielsweise vom Flughafen kommend.

Ein zusätzlicher S-Bahnhalt bei der Messe München kommt dieser Entwicklung entgegen. Mit einem Ausbau mit mit perspektivischer Messeanbindung wird ein weiterer Teil des MVV-Gebiets erschlossen. Darüber hinaus wird das Gebiet direkter angebunden, sprich mit maximal einem Umstieg.

Fazit

Die Region München wächst in jeglicher Hinsicht. Der öffentliche Nahverkehr muss dabei mitwachsen. Ein Ausbau der Strecke inklusive Messeanschluss dient zusätzlich der weiteren Erschließung des gesamten MVV-Gebiets.

Internationale Gäste und Aussteller

Immer mehr Gäste und Aussteller der Messe München kommen aus dem Ausland. Diese äußerst dynamische Entwicklung der Messeteilnehmer aus dem Ausland macht eine direkte Flughafenanbindung immer notwendiger. Hier hinkt die Messe München durch die langen Umsteigezeiten im nationalen und internationalen Wettbewerb hinterher.

Von 2001 bis 2013 sind der Anteil ausländischer Aussteller von 39 Prozent auf 49 Prozent und der Anteil ausländischer Besucher von 17 Prozent auf 33 Prozent gestiegen. Die Zahlen werden auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

Zusätzlich finden in der Messe München viele internationale Messen wie beispielsweise die bauma – die größte Messe der Welt – statt. Internationale Messen bedeuten Aussteller und Messebesucher aus aller Welt, die aus dem Ausland mit dem Flugzeug anreisen. Um diese Massen an Reisenden flüssig im Verkehr abwickeln zu können, ist eine direkte Verbindung zwischen Flughafen und Messe dringend notwendig.

Geschäftsreisende Flugpassagiere

Nicht nur die Messe München profitiert von einer direkten Anbindung. Auch der Flughafen München gehört zu den Profiteuren: Schließlich gehen 11% der geschäftsreisenden Passagiere auf Messen und Kongresse zurück.

Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie dringend notwendig diese direkte Anbindung an den Flughafen ist. Nur so gelingt es der Messe München weiterhin mit den großen Messestandorten im Wettbewerb bestehen zu können. Zusammen mit dem Erdinger Ringschluss kann die Messe München direkt an den Flughafen angebunden werden. Das erhöht die Attraktivität der S-Bahn.

Zusätzlich werden anderen Strecken durch eine direkte Flughafenanbindung entlastet.
So profitiert das gesamte S-Bahnnetz von dieser Anbindung.

Fazit

Die stetige Internationalisierung des Messegeschäfts macht eine Flughafenanbindung für die Messe München unabdingbar. So können Besucher, Aussteller und Kongressteilnehmer mit mehr Komfort und ohne Umsteigen zur Messe kommen. Damit gelingt der Anschluss an die nationalen und internationalen Wettbewerber im Bereich der Verkehrsanbindung.

Engpässe zu Messespitzenzeiten

Die äußerst positive Entwicklung bei Aussteller- und Besucherzahlen über die vergangenen Jahrzehnte belegt die Expansionsmöglichkeiten der Messe München und verdeutlicht zugleich den Mehrbedarf an Kapazitäten im ÖPNV. Zusätzlich werden neue Veranstaltungen und Kongresse das Portfolio der Messe München in Zukunft ergänzen und folglich zu einem gesteigerten Besucheraufkommen beitragen. Bereits heute liegt der Modal Split (prozentuale Anteil der Messeteilnehmer die auf die ÖPNV zurückgreifen) im Durchschnitt über alle Messen bei ca. 60 %.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln beschränkt sich derzeit fast ausschließlich auf die U-Bahnanbindung der Messe im Süden und führt somit zu erheblichen Engpässen in Spitzenzeiten bei Großveranstaltungen.

Die U-Bahn ist bereits heute zu Messezeiten an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen. Allein an einem bauma-Samstag reisen im 3,5 Minuten-Takt bis zu 90.000 Fahrgäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Messe. Mehr geht nicht.

Verteilung der Besucherströme

Eine direkte Anbindung der Messe an die S-Bahn Linie 2 wird zu einer deutlichen Verteilung der An-/Abreiseströme bei Großveranstaltungen führen und somit die beschriebenen Kapazitätsengpässe beseitigen. Dies bedeutet konkret:

  • Durch eine Anbindung des Messegeländes an die S-Bahn verbessern sich zusätzlich die Möglichkeiten des dezentralen Parkens erheblich, da Parkmöglichkeiten im gesamten
    S-Bahnraum angeboten werden können.
  • Durch eine deutlich verbesserte Anreisesituation für Aussteller, Messebesucher und Mitarbeiter der Messe München erhöht die Messe die Servicequalität.
  • Durch den Messeanschluss verringert sich auch das hohe Risiko im Falle einer Störung des U-Bahnverkehrs bei Großveranstaltungen, da sich bis dato der öffentliche An/-Abreiseverkehr ausschließlich auf die U-Bahn konzentriert.
  • Durch eine bessere Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs reduziert sich der Individualverkehr und auch die An- und Zufahrtsstraßen zur Messe werden deutlich entlastet.

Außerdem wird der Parallelbetrieb von Veranstaltungen für die Messe München immer wichtiger. Nur so gelingt eine wirtschaftliche Auslastung der Messe (Umschlaghäufigkeit). Die aktuellen Kapazitätsgrenzen im öffentlichen Nahverkehr behindern diese Entwicklungsmöglichkeiten und gefährden so die wirtschaftlich optimale Entwicklung der Messe München.

Fazit

Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Schon heute ist der öffentliche Nahverkehr bei Großereignissen völlig überlastet. Auch im Normalbetrieb werden Zusatzveranstaltungen durch die fehlenden Kapazitäten behindert. Eine S-Bahnanbindung der Messe München sorgt für spürbare Entlastung in Spitzenzeiten und schafft neues Entwicklungspotential.

Überlastung der Straßen

Der Messe München kann eine positive Entwicklung bezüglich Aussteller- und Besucherzahlen über die Jahrzehnte attestiert werden. Im Jahr 2015 verzeichnete die Messe München insgesamt 1,9 Mio. Besucher.

Dies hat nicht nur ein erhöhtes Fahrgastaufkommen zu Stoßzeiten der Messe zur Folge, sondern belastet auch die zur Messe führenden Straßen enorm. Übervolle Umsteigebahnhöfe und U-Bahnen lassen zahlreiche Besucher der Messe die öffentlichen Verkehrsmittel meiden. Dies führt zu einem erhöhten Straßenaufkommen auf den zur Messe führenden Autobahnen und Landstraßen. Für Anwohner im Umland bedeutet das nicht nur ein Ärgernis für ihre täglichen Wege sondern außerdem auch eine zusätzliche Lärmbelästigung.

Entschärfung der Verkehrssituation

Durch eine weitere Anbindung der Messe neben der U-Bahn sowie die direkte Verbindung der Messe vom Flughafen lässt sich eine schnelle Entschärfung der Verkehrssituation auf den Zuwegen der Messe prognostizieren. Durch eine Optimierung der Situation an Bahnhöfen und in Bahnen werden mehr Besucher auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen und auf das Auto verzichten. Die direkte Verbindung vom Flughafen hat einen ähnlichen Effekt auf autofahrende Besucher, die aus dem Ausland mit dem Flugzeug anreisen.

Fazit

Zu Stoßzeiten der Messe sind neben den öffentlichen Verkehrsmitteln auch die Zuwege der Messe überlastet. Durch eine direkte Anbindung der Messe an die S-Bahn wird eine weitere Verbindung neben der U-Bahn geschaffen sowie eine direkte Verbindung zum Flughafen. Autofahrende Besucher aus dem Umland sowie Flugreisende greifen aufgrund der Optimierung der Situation der öffentlichen Verkehrsmittel vermehrt auf das ÖPNV Angebot zurück.

Internationaler Wettbewerb

Die Messe München zählt mit ihrem Veranstaltungsportfolio und am Umsatz gemessen weltweit zu den bedeutendsten Messeveranstaltern. Sie ist unter anderem auch Veranstalter der weltweit größten Messe bauma.

Sie steht als wirtschaftliches Unternehmen im ständigen internationalen Wettbewerb und muss sich als attraktiver Veranstalter für Leitmessen behaupten. Eine gute öffentliche Anbindung an das Messegelände ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Messeveranstaltung und kann zum ausschlaggebenden Argument bei der Standortwahl von Gastveranstaltern werden.

Die fortschreitende Globalisierung zieht zunehmend mehr Aussteller und Besucher aus dem Ausland an. Eine direkte Verbindung vom Flughafen zur Messe gilt auch in diesem Punkt als Serviceleistung. Die öffentliche Anbindung und ein problemloses Erreichen der Messe werden zum Entscheidungskriterium.

Deshalb sind ein Ausbau der öffentlichen Verkehrssituation sowie ein direkter Anschluss an den Flughafen München unerlässlich. Mit dem viergleisigen Ausbau, der damit verbundenen Taktverdichtung, einer eigenen S-Bahnhaltestelle sowie der Anbindung des Flughafens schließt die Messe München nicht nur im internationalen Vergleich auf sondern ebnet auch den Zukunftsweg einer weiterhin wirtschaftlich erfolgreichen Messe München.

Fazit

Standortattraktivität durch öffentliche Anbindung sowie Service für Besucher und Aussteller sind wichtige Erfolgsfaktoren für die Messe München. Eine direkte Anbindung an den Flughafen sowie der viergleisige Ausbau und die eigene S-Bahn-Haltestelle machen die Messe München als eine der weltweit führenden Messegesellschaft zukunftsfähig.

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