17
Mai

„Der Münchner Osten dreht sich weiter“

 

Im Werksviertel München herrscht eine außergewöhnliche Stimmung. Zwischen Gruben und Kränen und den bereits eröffneten Läden, Lokalen, Event-Hallen und Büro-Konzepten brodeln Kreativität und Unternehmergeist. Aber nicht nur das: Seit dem14. April dreht sich im Münchner Osten das „Hi-Sky“. Mit seinen 78 Metern Höhe soll das Riesenrad das neue Wahrzeichen von München werden.

Als „größtes transportables Riesenrad der Welt“ steht es bereits im Guinness-Buch der Rekorde. Natürlich soll das spektakuläre Rad ein Magnet für Groß und Klein aus nah und fern sein.

Werner Eckhardt, Geschäftsführer der Otto Eckart GmbH & Co OTEC KG, sprach sich bei einer Veranstaltung auf dem „Hi-Sky“ daher positiv für das S-Bahn Bündnis Ost aus: „ Uns freut es, dass uns viele Messe Besucher besuchen. Für uns wäre es daher ein großer Wunsch, dass wir ein direkte S-Bahn Verbindung zur Messe München bekommen.“

Und ein Besuch lohnt sich wirklich: Während der 30 minütigen Fahrt hat man einen spektakulären Blick über München, kann die Schafe auf dem Dach des Werk3 bestaunen und bei schönen Wetter blicken Sie bis zu den Alpen.

30
Apr

365-Euro-Ticket und weitere Maßnahmen

Der öffentliche Nahverkehr soll in ganz Bayern und besonders im Großraum München noch besser werden – so das Ergebnis des heutigen Verkehrsgipfels in der Münchner Staatskanzlei. Ministerpräsident Markus Söder kündigte die baldige Einführung eines Tickets für Schüler und Auszubildende an, das sogenannte 365-Euro-Ticket.

Beim Verkehrsgipfel in der Staatskanzlei hatte Markus Söder mit Vertretern von Verbänden und Kommunen über die Zukunft des Nahverkehrs im Freistaat gesprochen. Ziel ist es, das Angebot im Großraum München zu verbessern. Mehr Verlässlichkeit, neue Linien und eine effizientere Kostenstruktur: Der Großraum München stand besonders im Fokus – da die Landeshauptstadt besonders mit der Verkehrsbelastung zu kämpfen hat.

Der Freistaat will sich demnach an einer Verbesserung des Angebots finanziell stark beteiligen. Söder sprach konkret von Ringbussen, neuen U-Bahnen und dem S-Bahnring rund um München. Auch eine engere Taktung sowie eine Verbesserung des Angebots auf dem Land sind in Planung – nicht zuletzt.

Wann wird das 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende eingeführt?

Für viele Schüler und Auszubildende in Bayern soll es möglichst schon ab Herbst dieses Angebot geben. Spätestens im nächsten Jahr solle es aber definitiv soweit sein. Verkehrsminister Reichhart will darüber mit den Verkehrsverbünden sprechen. Söder kündigte an, der Freistaat werde zwei Drittel der Kosten tragen.

Im Gespräch war auch, ein 365-Euro-Jahrestickets für Erwachsene. Söder`s Ziel sei, bis zum Jahr 2030 derartige 365-Euro-Tickets oder „vergleichbare Modelle“ einzuführen. Auch kurzfristig tut sich schon einiges im Münchner Nahverkehr. Ab Dezember 2019 tritt die MVV-Tarifreform in Kraft, dazu sind in München außerdem zwei neue Buslinien in Betrieb gegangen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sich nach dem Verkehrsgipfel zu den dort getätigten Aussagen geäußert. Seine Priorität liegt klar beim weiteren Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, moderner Infrastruktur, sowie einer möglichst dichten Taktung und neuen Strecken. Das System soll in erster Linie leistungsfähig, pünktlich und zuverlässig sein. Damit das Pendeln für Hunderttausende möglichst attraktiv gestaltet wird. Die Verkehrswende soll eine umweltbewusste und nachhaltige Mobilität schaffen. Denn es geht vor allem darum, das System für die Hunderttausend Pendlerinnen und Pendler möglichst attraktiv zu gestalten, wenn wir die Verkehrswende hin zu einer umweltbewussten und nachhaltigen Mobilität schaffen wollen.

30
Apr

Sauberere S-Bahnen mithilfe des Smartphones

Um gegen Verschmutzung und Mängel in Münchens S-Bahnen vorzugehen, hat die Deutsche Bahn einen neuen Service gestartet, der auf die Mithilfe der Fahrgäste setzt. Denn nun besteht die Möglichkeit Verschmutzungen und Mängel per App zu melden.

So haben die Service-Teams der Deutschen Bahn die Möglichkeit Verschmutzungen und Schäden viel schneller zu lokalisieren und zu beseitigen.

Das Prinzip ist dabei ganz einfach:

Wer in der Bahn einen Schaden oder grobe Verschmutzungen bemerkt, schreibt einfach ganz schnell eine Whatsappnachricht an die 0157 923 974 31 mit der Wagennummer und einem Foto, an die S-Bahn München. Die Wagennummern sind immer in der Nähe des Wagenübergangs sowie an der Rückseite des Führerstands im vorderen und hinteren Teil des Zuges zu finden.

Wer möchte kann sich dann benachrichtigen lassen, sobald die Verschmutzung behoben wurde. Zusätzlich haben die Fahrgäste die Möglichkeit die Sauberkeit im Zug mit Schulnoten zu bewerben.

Mittlerweile gibt es diese Art der „Reinigungsbestellung“ auf über 200 Bahnhöfen in ganz Deutschland.

30
Apr

Das Bündnis voll in fahrt

Ziel: Ausbau der Bahnstrecke München-Ost – Markt Schwaben mit direkter Anbindung der Messe München an den Flughafen

Schon jetzt stößt die S-Bahnstrecke S 2 von München nach Erding an ihre Belastungsgrenze. Noch mehr Fahrgäste erfordern eine leistungsfähige, bedarfsgerechte und damit attraktive S-Bahn.

Der Streckenausbau gewährleistet, darüber hinaus auch eine direkte Anbindung von der Messe München an den Flughafen.

In der Initiative zum Ausbau engagieren sich die Landkreise Ebersberg, Erding und München, die Gemeinden entlang der S-Bahnlinie S 2-Ost, die Handwerkskammer für München und Oberbayern, die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern sowie die Messe München GmbH.

Die Handwerkskammer erklärt Unterstützung

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern Dr. Frank Hüpers unterstützt das S-Bahn-Bündnis Ost, weil der viergleisige Ausbau der S-Bahn zu einem attraktiven öffentlichen Personennahverkehr beiträgt und so dem Verkehrsinfarkt aufgrund des hohen Zuzugs in die Region entgegenwirkt. Außerdem begrüßt er das Ziel, die Messe München und damit unsere Handwerksmessen auch an die S-Bahn anzubinden.

Die wesentlichen Forderungen des Bündnisses

  • Die Messe München bekommt einen eigenen S-Bahnhof und wird an die S-Bahnlinie zur Direktanbindung an den Flughafen angeschlossen.
  • Die Umsetzung des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Riem und Markt Schwaben sollen unverzüglich angestoßen werden.
  • Darüber hinaus sind alle fahrplan- und signaltechnischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Fahrplanangebot auf der Bahnstrecke zwischen Riem und Markt Schwaben zu verdichten und netzergänzende Maßnahmen zur Taktverdichtung in Angriff zu nehmen.
  •  Die Bahnhöfe werden barrierefrei auszubaut
30
Apr

Mit dem Bus wird Münchner Umland S-Bahn Gebiet

Da viele Verbindungen im Münchner Umland sehr kompliziert und zeitraubend sind, hat das bayerische Verkehrsministerium nun ein neues Konzept vorgestellt, mit dem Tangentialen zwischen den einzelnen S-Bahn-Ästen schneller zurückgelegt werden können. Allerdings wird dieses Konzept wohl frühestens in drei Jahren umgesetzt werden.

Ohne Umsteigen und Zeitverlust sollen wichtige Randgebiete Münchens nun durch die neuen Ringbuslinien verbunden werden. Angestoßen wurde das Projekt noch von der damaligen Verkehrsministerin Ilse Aigner (CDU). An der Umsetzung dieses Vorhabens sind das Staatsministerium, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) und die fünf betroffenen Verbundlandkreise beteiligt. Die Ziele dabei sind es, attraktivere Querverbindungen zu schaffen und somit das Schienennetz zu entlasten. Noch ist die Verteilung der Kosten nicht komplett geklärt, allerdings hat der Freistaat Bayern bereits jetzt acht Millionen Euro für die Umsetzung zugesichert.

Laut dem Landrat des Landkreises München, Christoph Göbel (CSU), liegen die Vorteilte dabei auf der Hand. Denn durch das künftige Angebot müssten die Pendler „nicht mehr durch das Nadelöhr der Münchner Innenstadt“, wodurch Staus schon vor der Stadtgrenze vermieden werden können. Zudem ist die Umsetzung der neuen Buslinien deutlich leichter voranzutreiben als wenn man neue Gleise verlegen müsste. Einziges Manko das dabei noch zu klären wäre ist die Frage, wie sich die Busse im Verkehr durch grüne Wellen und eigene Spuren beschleunigen lassen.

30
Apr

Vorsitzender des verkehrsausschusses Unterstützt das S-Bahn-Bündnis Ost

  • Der Bundestagsabgeordnete Martin Burkert regt ein Spitzentreffen der Entscheider an
  • Bündnissprecher Maximilian Böltl betont bei einem Treffen in Berlin: Der Bund ist finanziell in der Pflicht

MÜNCHEN, 27.01.2017. Für den vierspurigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen München Ost und Markt Schwaben und einer Anbindung der Messe München ist ein weiterer wichtiger Schritt getan: Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, MdB Martin Burkert, hat dem S-Bahn-Bündnis Ost seine Unterstützung zugesagt. Auch er sieht die Dringlichkeit, diese Bahnstrecke auszubauen und dass der Bund das Projekt finanziell maßgeblich fördert. Martin Burkert regt ein Spitzentreffen an: Zwischen der Bahn, den Entscheidern von Bund und Freistaat und dem S-Bahn-Bündnis Ost.

Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl hatte dem Bundestagsabgeordneten bei einem Treffen in Berlin die herausragende Bedeutung dieses Bahnabschnitts erläutert. Böltl erklärte als einer der Sprecher des Bündnisses: „Für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben ist auch der Bund finanziell gefordert. Denn es ist ein bedeutsamer Abschnitt für den transeuropäischen Eisenbahnverkehr auf der Magistrale Paris – München – Wien – Budapest.“ Deshalb fordert das S-Bahn-Bündnis Ost, dass dieser Abschnitt als Teil des Bahnknoten München in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird.

Das Bündnis hat ein Gutachten über diesen Bahnengpass in Auftrag gegeben. Das sei sehr hilfreich in der Diskussion, meinte Martin Burkert. Dieses Gutachten soll die enorme Belastung auf diesem Bahn-Engpass im Münchner Osten mit Daten und Fakten belegen und die Verantwortung des Bundes mit Blick auf die internationale Bedeutung dieser Strecke deutlich machen. Das Gutachten soll auch Entwicklungsperspektiven aufzeigen und konkrete Infrastrukturmaßnahmen benennen.

Das S-Bahn-Bündnis Ost fordert den vierspurigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen dem Münchner Osten und Markt Schwaben – mit einer Anbindung der Messe München. Es kam auf Initiative der Messe zustande. Das überparteiliche Bündnis wird von Politkern aus den betroffenen Städten und Gemeinden unterstützt, aus dem Landtag, dem Bundestag und den Kreistagen, von der IHK und der Handwerkskammer für München und Oberbayern und von Organisationen wie Green City. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann haben ihre Unterstützung zugesagt.

Die Deggendorfer Bundestagabgeordnete Rita Hagl-Kehl hatte jetzt das Treffen des Bündnisses mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Bundestag, MdB Martin Burkert, möglich gemacht.

Weitere Informationen über das S-Bahn-Bündnis Ost sowie seine Forderungen und Argumente finden Sie auch im Internet unter www.sbahn-buendnis-ost.de und bei facebook https://www.facebook.com/sbahnbuendnis.ost/

 

 

Pressekontakt

 

Willi Bock

Leiter Unternehmens-PR / Pressesprecher

Messe München GmbH – S-Bahn-Bündnis Ost

 

Tel. +49 89 949-20734

Mobil +49 172 3936929

Fax +49 89 949-9720719

E-Mail: willi.bock@messe-muenchen.de

19
Dez

Quo vadis? Der Bahnausbau in München

Bis es tatsächlich zur Umsetzung von infrastrukturellen Maßnahmen kommt, vergeht in aller Regel viel und vor allem wertvolle Zeit. Lange Vorlauf- und Planungsphasen sind dabei ebenso aufwändig wie nicht zuletzt die Fragen nach Umsetzbarkeit und Finanzierung. Größtes „Instrument“: der Bundesverkehrswegeplan, in seiner heutigen Fassung gültig bis 2030. Was bedeutet das für den Schienen-Ausbau zwischen München-Ost und Markt Schwaben?

Wer beschließt und wer bezahlt? Diese Ausgangsfragen sind wesentlich, wenn es um die Realisierung von Infrastrukturmaßnahmen geht. Der viergleisige Ausbau der Bahntrasse München-Ost bis Markt Schwaben als Teil der Ausbaustrecke (ABS) 38 mit Anbindung der Messe München ist dabei klar zuzuordnen: Zuständig für den Ausbau von Schienenwegen ist in aller Regel der Bund, so auch hier. Aber: lokaler und regionaler Input führt zu diesen Entscheidungen.

Was ist unser Ziel? Die oben beschriebenen, dringend notwendigen Maßnahmen. Das S-Bahn-Bündnis Ost kämpft dafür, dass der viergleisige Ausbau mit Messe-Anbindung umgesetzt wird, auch wenn er aktuell nicht Teil des sogenannten vordringlichen Bedarfs des Bundesverkehrswegeplans ist.

Wir fordern darum mit aller Deutlichkeit von der Bundespolitik, schon jetzt an die Zukunft zu denken und nicht erst zu handeln, wenn es zu spät ist. Auch der Einfluss der Landes- und Kommunalpolitik ist für uns wichtig. Für den Bahnausbau München sind Maßnahmen zur Beseitigung von Engpässen im Streckennetz und die Ertüchtigung von Zulaufstrecken von und nach München vorgesehen. Hier müssen die Forderungen des S-Bahn-Bündnis Ost berücksichtigt werden.

Dafür bedarf es keiner visionären Betrachtungen, es genügen die belegbaren Zahlen und Hochrechnungen von heutigem und künftigem Schienenverkehr im Münchner Osten. Wenn wir fragen, „quo vadis, Bahnausbau?“, darf nur eine Antwort möglich sein: in eine erfolgreiche, belastbare Schieneninfrastruktur.

19
Dez

Interview: 5 Fragen an Philipp Pferschy, Vorstand der GIEAG Immobilien AG

Wohnraum in München ist knapp und dringend benötigt. Neuen Wohnraum zu schaffen ist darum ein wichtiges Ziel der GIEAG Immobilien AG. Das Münchner Familienunternehmen weiß, dass die Verbindung von Immobilien und einer belastbaren Infrastruktur für Attraktivität und Lebensqualität besonders relevant ist. Die GIEAG unterstützt daher das S-Bahn-Bündnis Ost und den Ausbau der Schieneninfrastruktur. Wir sprachen mit dem Vorstandsmitglied Philipp Pferschy über die Gründe für das Engagement.

Frage 1: Herr Pferschy, als neuer Partner unterstützt die GIEAG Immobilien AG das S-Bahn-Bündnis Ost. Unsere Leser sind natürlich neugierig: Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen bitte kurz vor.

Philipp Pferschy: „Die GIEAG Immobilien AG ist eine familiengeführte Münchner Immobilienaktiengesellschaft. Die Aktien der GIEAG Immobilien AG werden an der Münchner Börse gehandelt. Durch die Verbindung der drei Assetklassen – Office, Wohnen, Logistik – und der zwei Leistungsbereiche – Entwicklung und Bestandshaltung – bietet das Unternehmen eine im Markt einzigartige Stabilität. Das GIEAG Experten-Team ist dabei ein Garant für innovative und zukunftsweisende Konzepte. So entwickelte und optimierte die GIEAG Immobilien AG in den vergangenen 18 Jahren eine Vielzahl von Immobilienprojekten mit Flächen von 1.500 m2 bis 145.000 m2 bei einer Einzelinvestitionssumme von ca. 60 Millionen Euro. Partnerschaftlichkeit, Transaktionssicherheit und Schnelligkeit sind für die GIEAG die Basis einer nachhaltigen Wertentwicklung.“

Frage 2: München boomt. Wie schätzen Sie die verkehrliche Entwicklung ein, gerade auch im Hinblick auf die hohe Wirtschaftskraft und das Bevölkerungswachstum?

„Parallel zur – in der Immobilienbranche viel diskutierten – Nachverdichtung in München muss die Metropole an den Rändern wachsen. Denn Nachverdichtung bedeutet auch immer einen Verlust an Freiräumen und Lebensqualität in der Innenstadt. Und gerade diese Lebensqualität ist ein Prädikat der Bayerischen Hauptstadt. Der boomende Münchner Osten ist daher nur zu begrüßen und zu unterstützen.“

Frage 3: Warum sind die Ziele des S-Bahn-Bündnis Ost aus Ihrer Sicht so wichtig?

„Die Anbindung des Münchner Ostens ist ein essentieller Baustein für ein weiteres Wirtschaftswachstum. Ein Beispiel ist die renommierte Münchner Messe „EXPO REAL“.

Jedes Jahr wachsen die Besucherzahlen – eine perfekte Anbindung nicht nur in die Innenstadt – ist essentiell für das internationale Ansehen der Stadt.“

Frage 4: Wie profitiert der Immobilienmarkt von einer verbesserten Schienen-Infrastruktur? Hätten auch private Käufer Vorteile?

„Jede Lage steigt in ihrem Wert, wenn sie gut angebunden ist. Das gilt auch für Immobilien.“

Frage 5: Was gefällt Ihnen am Münchner ÖPNV?

„Der ÖPNV entlastet unsere Straßen und Umwelt – und ist dadurch ein Beitrag zum Klimaschutz.“

Vielen Dank für das Interview und alles Gute!

19
Dez

Schienenverkehr – das Fortbewegungsmittel der Zukunft?

Im Dezember 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn. Auch wenn das Grundprinzip sich seitdem kaum geändert hat: Der Eisenbahnverkehr kann zum vielversprechendsten Verkehrsmittel der Zukunft werden. Um den Anforderungen langfristig gerecht zu werden ist aber ein kontinuierlicher Ausbau unabdingbar.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur erklärt, wenn man den Verkehr zukünftig bewältigen möchte, führe kein Weg an der Verdoppelung des Schienenverkehrsanteils vorbei. Seine Aussage hat Gewicht: Er ist Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr.

Das Bundesverkehrsministerium erkennt das Potenzial und setzt den Schienenverkehr als Schwerpunktthema der aktuellen Legislaturperiode fest. Maßnahmen wie die Halbierung des Trassenpreises für den Güterverkehr sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung sind beschlossen. Das „Zukunftsbündnis Schiene“, bestehend aus Arbeitsgruppen und einem übergeordneten Lenkungsausschuss ist damit beauftragt, die Bahn zum Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts zu machen.

Durch diese Maßnahmen beweist die Politik Vertrauen in den Schienenverkehr, was wiederum eine positive Reaktion der großen Player im Markt, wie etwa Siemens Mobility hervorruft. So wird auch das Vertrauen der Schienenbranche in die Verkehrspolitik gestärkt. Der Kreis ist perfekt.

Das Thema Forschung im Schienenverkehr spielt für Verkehrsexperten sowie Wirtschaftsunternehmen eine bedeutende Rolle. Forschung soll auf verschiedenen Ebenen erfolgen, aber auch Forschungsthemen zentral koordiniert werden, um Doppelungen zu vermeiden. Michael Peter, CEO Siemens Mobility, empfiehlt beim Zusammentreffen des Lenkungskreises Bahntechnologie jüngst: „Ein nationales Schienenforschungsprogramm sollte anwendungsorientiert und komplementär zum europäischen Forschungsprogramm Shift2Rail konzipiert werden.“

Um Innovationen in Deutschland und Europa vorantreiben zu können, muss ein attraktiver Markt geboten werden. Zulassungsprozesse müssen gekürzt und der Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden. Denn eine zu komplizierte, langwierige und aufwendige Bürokratie bremst Innovationen aus. Nur durch den Ausbau der Schiene können wir den Ansprüchen zukünftiger Generationen gerecht werden. Hohe Taktung und ein schneller und zuverlässiger Service sind Erwartungen der Bevölkerung, denen man gerecht werden muss – und denen man gerecht werden kann, indem man offen für Innovationen und den Ausbau des Streckennetzes ist. Und zwar über Legislaturperioden hinweg. Wenn langfristig gedacht, geplant und gehandelt wird, gelingt der Erfolg für die Zukunft.

19
Dez

Jünger denn je – aber auch zukunftsorientiert? Die neue Bayrische Landesregierung

Erstmals nimmt in Bayern eine schwarz-orangene Koalition die Arbeit auf. Wir gratulieren dem neuen Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart und wünschen ihm eine allzeit glückliche Hand. Aber wir erwarten auch eine zukunftsgerichtete Politik für eine stabile Infrastruktur.

Ministerpräsident Markus Söder hat mit viel Mut zur Veränderung sein neues Kabinett gebildet. Von den insgesamt 13 Ressorts fielen drei an die Freien Wähler. Insgesamt ist das neue Kabinett weiblicher und das jüngste in der Geschichte mit einem Durchschnittsalter von 47,6 Jahren.

Die Besetzung des Ministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr zählte zu einer der größten Überraschungen der Kabinettsbildung. Dr. Hans Reichhart, vormals Staatssekretär im Finanzministerium, wurde in eines der wichtigsten Ministerien Bayerns berufen. Mit gerade mal 36 Jahren hat er nun die Möglichkeit, im besten Sinne wegweisende Entscheidungen für Bayerns Zukunft zu treffen. Das S-Bahn-Bündnis Ost gratuliert Staatsminister Dr. Reichhart herzlich zu diesem so wichtigen Posten und freut sich auf eine enge und konstruktive Zusammenarbeit.

Denn wir erwarten, dass Dr. Reichhart die Notwendigkeit des viergleisigen Ausbaus zwischen München Ost und Markt Schwaben erkennt und seine Realisierung vorantreibt. Gemeinsam wollen wir dem infrastrukturellen Flaschenhals im Münchner Osten entgegenwirken.

Das S-Bahn-Bündnis Ost erhofft sich einen Verkehrsminister, der realistisch in die Zukunft blickt und Mut für zukunftsweisende Entscheidungen mitbringt. Damit Bayern auch für kommende Generationen fortschrittlich und lebenswert bleibt.